Lofer Teufelsteg

Gletscher in Bewegung

Die höchsten Bereiche der Alpen werden von Gletschern bedeckt. Zurzeit beherbergen die Alpen noch ca. 5000 Gletscher, die noch in den 1970er Jahren eine Fläche von fast 3000 km2 bedeckten. Zur letzten Eiszeit waren das 150.000 km2 Gletscherfläche (6-1).

Einer der größten eiszeitlichen Alpengletscher war der Salzachgletscher. Sein Einzugsgebiet lag in der zum Teil über 3000 m hohen Gebirgskette der Hohen Tauern. Von dort flossen die Eisströme über die Tauern-Seitentäler, wie z.B. dem Rauriser Tal, dem Kapruner Tal oder den Sulzbachtälern zum Salzachtal. Das Eis des oberen Salzachtals, bis zum Eisscheitel zwischen Taxenbach und Lend, floss über das Saalachtal, jenes östlich von Taxenbach / Lend direkt über das Salzachtal in das Vorland ab (6-2). So kann man sich die Situation am Höhepunkt der Würm-Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren vorstellen, als der Salzachgletscher ca. 6800 km2 Landoberfläche bedeckte – das war eine mehr als doppelt so große Fläche als alle heutigen Alpengletscher zusammen (6-3)! Das nördliche Ende des Salzachgletschers zeichnet heute in etwa der Grenzverlauf des Salzburger Flachgaus hin zum oberösterreichischen Innviertel nach. Aber nun ist schon mehrmals das Wort „Gletscher fließen“ gefallen?

Die heutigen Alpengletscher schrumpfen als Folge des Klimawandels. Ihre Eismächtigkeit (Eisdicke) liegt bereits oftmals unter 50 Meter (6-4)! Vor 20.000 Jahren lag die Eismächtigkeit bei Zell am See (750 m NN) bei ca. 1500 Meter, bei Lofer (626 m NN) bei ca. 1100 Meter und bei Bad Reichenhall (473 m NN) immerhin noch bei ca. 800 Meter (6-5).